Bodenschaden

 

Umweltschäden an Böden im Sinne der Umwelthaftungsrichtlinie und des deutschen Umweltschadensgesetzes sind Schädigungen der Bodenfunktionen nach § 2 Abs. 2 Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG), die durch eine direkte oder indirekte Einbringung von Stoffen, Zubereitungen, Organismen oder Mikroorganismen auf, in oder unter den Boden hervorgerufen wurden und Gefahren für die menschliche Gesundheit verursachen.

Für die Gefahrenbeurteilung des Wirkungspfades Boden-Mensch enthält das BBodSchG i. V. m der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) bereits weitergehende Regelungen, so dass Gefahren für die menschliche Gesundheit anhand der Anforderungen des deutschen Bodenschutzrechtes zu beurteilen sind.

Ausgeschlossen vom USchadG sind Gefahren für den Wirkungspfad Boden-Gewässer und Boden-Nutzpflanze. Damit fasst das BBodSchG den Begriff der schädlichen Bodenveränderung weiter als das USchadG.

Umweltschäden an Böden im Sinne des USchadG könnten sich mittelbar durch Schädigungen von Arten und natürlichen Lebensräumen nach Maßgabe des § 21a BNatSchG ergeben, die direkte oder indirekte Folge des Einbringens von Stoffen, Zubereitungen, Organismen oder Mikroorganismen in oder auf Böden sind. Dazu fehlen bisher aber konsentierte Beurteilungsgrundlagen. Erste Anhaltspunkte für derartige mögliche Umweltschäden liegen mit den Prüfwertvorschlägen für ausgewählte Schadstoffe für den Wirkungspfad Boden-Bodenorganismen vor. Dazu besteht aber noch wissenschaftlicher Klärungsbedarf und ebenfalls steht die Einbindung entsprechender Werteregelungen in die BBodSchV aus.

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